Systemischer Lerntherapeut, Lernpädagoge (berufsbegleitend)

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Systemischer Lerntherapeut, Lernpädagoge (berufsbegleitend) 2017-10-22T03:00:06+00:00

Systemischer Lerntherapeut, Lernpädagoge (berufsbegleitend)

Kursname:Systemische Lerntherapeutin, Lernpädagogin | systemischer Lerntherapeut, Lernpädagoge - Berufsbegleitend
Dauer:1-jährige Ausbildung berufsbegleitend - 8 Wochenenden
Termine:Nr. 5028-K0: 16. 05. 2020 bis 14. 03. 2021
Gebühr:EUR 3200 (USt.-befreit)
Ort(e):IEK Köln Ausbildungszentrum II Tor28, Machabäerstraße 28, 50668 Köln
Zertifikat:Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Beide Titel sind auf dem Zertifikat ausgewiesen. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden. Die in dieser Ausbildung enthaltene Zusatzqualifikation Autogenes Training für Kinder und Jugendliche entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelfall­prüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs im Bereich übender und suggestiver Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt.
Voraussetzungen:Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Kindern, Fähigkeit zur Selbstreflexion.
Sonstiges:In der Ausbildung enthalten ist bei Bedarf ein klientzentriertes Einzelcoaching für die Aufarbeitung eigener psychologischer Themen, zur Generierung von Handlungsperspektiven im Berufsfeld sowie der Entwicklung eines individuellen Marketingkonzeptes.
Kursbeschreibung als PDF:

Berufsbegleitende Ausbildung mit Zusatzqualifikationen

Geeignet für die Niederlassung mit eigener lerntherapeutischer Praxis nach PsychThG § 1 Abs. 3 Satz 3 außerhalb der Heilkunde.

Hintergrund

Immer mehr Kinder haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und zu lernen. Deutlich wird dies oft erst in der Schule, dennoch haben die Schwierigkeiten meist auch schon davor bestanden. Helfende Unterstützung für die betroffenen Kinder ist in jedem Alter möglich und sinnvoll. Die Ursachen sind in der Regel nicht in mangelnder Begabung, Trotzverhalten oder Interesselosigkeit zu suchen. Daher führen rein verhaltensorientierte Trainings oder autoritäre Anleitung selten zum Erfolg.

Eine an den kindlichen Bedürfnissen und dem jeweiligen spezifischen Kontext orientierte Lerntherapie/Lernpädagogik muss daher auch die tiefer liegenden Ursachen berücksichtigen und vor allem die seelische Befindlichkeit des Kindes ernst nehmen und einbeziehen. Zum Beispiel ist einzugehen auf mögliche Selbstwertprobleme, Ängste (vor Versagen, Liebesverlust, der Zukunft …), mangelnde körperliche Bewegung sowie auf die häusliche und die schulische Situation.

Gute lerntherapeutische/lernpädagogische Arbeit muss die genannten Aspekte integrieren und daraus immer neu einen individuellen und ganzheitlichen Behandlungsansatz entwickeln.

Ziel

Ziel dieser Ausbildung ist, den Teilnehmer(inne)n im Sinne der integrativen Lerntherapie eine Vielfalt therapeutischer Interventionsmöglichkeiten zu bieten, die aus einem Methodenrepertoire pädagogisch-psychologischer Techniken in Kombination mit wissenschaftlich fundierten Entspannungsverfahren entstehen.

Inhalt

Themenblock I – Grundlagen der Lerntherapie

Themenblock II – Die lerntherapeutische und lernpädagogische Begleitung

Themenblock III – Lese- und Rechtschreibtraining

Themenblock IV – Rechentraining

Themenblock V – Autogenes Training (Seminarleiterschein)

Themenblock VI – Integration

Themenblock I – Grundlagen der Lerntherapie

Hintergrundwissen

  • Grundlagen der Pädagogik
  • Anthropologische Prämissen (Bildsamkeit und Begabung)
  • Die lerntherapeutische Haltung
  • Wirklichkeit als Lernwelt
  • Pädagogische Reflexion (Theorie-Praxis-Verhältnis)
  • Die Bedeutung von Empathie in der therapeutischen Arbeit
  • Entstehung von Motivation
  • Die Persönlichkeit des Kindes
  • Lerntherapie aus neurobiologischer Sicht
  • Systemisches Verständnis von Lernstörungen
  • Anwendungsfelder der Lerntherapie

Didaktik und Pädagogik

  • Arbeitsverhalten und Lernmotivation
  • Lerntheorie
  • Selbstwirksamkeit und die Bedeutung neuer Erfahrungen
  • Hören, Sehen, Spüren als Bestandteile des Lernprozesses
  • Bedeutung von Grob- und Feinmotorik, Wahrnehmung, Konzentrationsfähigkeit, Entspannung, Selbsteinschätzung, Angstreduktion
  • Integration von Strategien zum besseren Umgang mit Schwächen in Schule und Alltag
  • Förderung des Selbstvertrauens und der Lern-Leistungsmotivation
  • Gruppenarbeit und Gruppenselektion
  • Aufbau und Gestaltung von Gruppen- und therapeutischen Einzelsitzungen
  • Inhalte der Gruppen- und Einzelarbeit

Ergänzendes

  • Berufskunde/Berufsfeld (Beratung, Betreuung, Therapie)
  • Anwendung von Equipment/Multimediaeinsatz
  • Praxis-, Selbsterfahrung
  • Selbstverständnis und Haltung des Therapeuten
  • Grenzen der Lerntherapie und -pädagogik
  • Teilnehmerzentriertes Einzelcoaching
  • Supervision
  • Rollenspiel
  • Präventive Ansätze

Themenblock II – Die lerntherapeutische und lernpädagogische Begleitung

Lernschwächen und Lernstörungen

  • Systematik der Lernschwächen und -störungen
  • Störungsbilder in der modernen Lerntherapie
    (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADS, Handschriftenproblematik, Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Schwäche LRS, Dyskalkulie – Zahlen- und Rechenschwäche, Hyperkinetisches Syndrom ADHS, HDS u. a.)
  • Die multiaxiale Diagnostik
  • Einflüsse der Umwelt des Kindes
  • Entwicklungspsychologische Aspekte des Lernens
  • Modelle zur Aufrechterhaltung der Symptomatik

Interventionen

  • Interventionsformen
  • Therapieplan
  • Systemische Ansätze
  • Elternarbeit
  • Lernen am Modell
  • Förderdiagnostische Vorgehensweise
  • Lerntechniken, Lernstrategien – das Lernen lernen
  • Lernstrategisches Know-how: Selbststeuerung und Regulation
  • Lerntypbestimmung
  • Lernumgebungsoptimierung
  • Sinnvoller Einsatz von Lernspielen
  • Kreative Interventionen

Der systemische Ansatz in der Lerntherapie

  • Was ist systemische Lerntherapie?
  • Einflüsse der Umwelt des Kindes
  • Die systemische Perspektive – welche Interventionsmöglichkeiten ergeben sich daraus?
  • Bindung und Kind-Umwelt-Beziehung
  • Das systemische Lern-Beziehungs-Modell
  • Integration der Elternarbeit: Beratungsgespräche mit Eltern
  • Eltern stützen und stärken durch lösungsorientierte Methoden und Fragetechniken
  • Ressourcenskulpturen
  • Beziehungsqualität zwischen Eltern und Kind
  • Emotionale Stabilisierung
  • Kritik und Wertschätzung
  • Kinder lernen für die geliebten Menschen, nicht fürs Leben

Themenblock III – Lese- und Rechtschreib-Training

  • Entwicklungsstörungen im Lesen und Rechtschreiben
  • Wissenschaftliche Modelle und Befunde zum Schriftspracherwerb
  • Ursachen und Risikofaktoren, Symptomatik, Verlauf und Prognose der LRS
  • LRS – Störung mit komplexen Wechselwirkungen im System
  • Wissenschaftliche Verfahren zur Behandlung der LRS, Indikation der Behandlungsverfahren
  • Förderung der Rechtschreibfähigkeit im Wahrnehmungsbereich (z. B. Unter­scheiden von klangähnlichen Lauten oder optisch ähnlichen Buchstaben etc.) und im Regelbereich (Betonung, Konsonantenverdoppelung, Dehnung etc.)
  • Förderung der Lesefähigkeit (Buchstabenkenntnis, Laut-Zeichen-Zuordnung, Silbengliederung, Inhaltserfassung u. a.)
  • Übungen zur Worterkennungsgeschwindigkeit und Leseflüssigkeit
  • Förderung der Phonologischen Bewusstheit (Wahrnehmung der Lautstruktur in gehörter Sprache)
  • Lautanalyse und -differenzierung
  • Übungen zum systematischen Einüben der Buchstabe-Laut-Beziehung
  • Übungen zum Aufbau eines Gedächtnisspeichers für Wortschreibungen
  • Rolle der Psyche des Kindes und psychische Begleitstörungen
  • Bedeutung von Grob- und Feinmotorik, Wahrnehmung, Konzentrationsfähigkeit, Entspannung, Selbsteinschätzung
  • Förderung der Lernvoraussetzungen
  • Arbeitsverhalten und Lernmotivation

Themenblock IV – Rechentraining

  • Entwicklungsstörungen beim Rechnen
  • Was ist Dyskalkulie und wie erkenne ich sie?
  • Formen der Dyskalkulie
  • Symptomatik der Dyskalkulie
  • Ermittlung von Fehlertypen und individuelle Fehleranalyse
  • Fehlerkategorien
  • Individuelle Lösungswege
  • Therapieplanung Dyskalkulie
  • Förderung der Rechenfähigkeit
  • Förderung der Kreativität und Ressourcenaktivierung
  • Förderung des Selbstvertrauens und der Lern-Leistungsmotivation
  • Mathematische Spiele und Fördermaterialien
  • Kreative Gestaltung von Übungsmaterial
  • Werkzeuge und Strategien für Zuhause

Themenblock V – Autogenes Training für Kinder und Jugendliche (Seminarleiterschein)

mit hypnosystemischem Ansatz bei schulischen Problemen und Elementen aus dem MRE® Multisynästhetisches Relaxamentum Entspannungsverfahren

  • Potentialentwicklung der Kinder und Jugendlichen mittels wissenschaftlich fundierter Entspannungsverfahren
  • Grundlagen des Autogenen Trainings
  • Physiologische Hintergründe von Stress und Entspannung
  • Indikation und Einsatzgebiete des AT bei Kindern und Jugendlichen
  • Autogenes Training mit Kindern und Jugendlichen
  • die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Gegenwart
  • Sehnsucht nach Innerlichkeit – pädagogischer Auftrag
  • Kind, Jugendlicher und Pädagoge im Wandel der Aufgaben
  • Motivation und Kommunikation
  • Rahmen, Aufbau, Ausschmückung und Durchführung der Entspannungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Symbole, Suggestionen, Formelhafte Vorsätze
  • Phantasiereisen, Bild- und Farbmeditation
  • Erweiterung der geistigen Leistung durch multisynästhetische Erfahrungen
  • Aspekte und Erkenntnisse aus der Neuropsychologie zur Hemisphären­synchronisation und ihre Bedeutung für den lerntherapeutischen Prozess
  • Hypnosystemischer Ansatz bei schulischen Problemen
  • Selbsterfahrung
  • Gruppendynamische Übungen
  • Erfahrungen aus der Praxis

Themenblock VI – Integration

  • Ziele der lerntherapeutischen Arbeit
  • Kombination von Interventionsformen aus systemischer Perspektive
  • Erstellen eines spezifisch auf die Situation des Kindes abgestimmten Behandlungsplanes
  • Umgang mit Komplexität – das Zusammenspiel aus Lernerfahrungen, Motivation, Ressourcen und sozialen Beziehungen
  • Wie lassen sich die Stärken stärken, um die Schwächen zu schwächen?
  • Einbettung kreativer Elemente: die Bedeutung von Kreativität und kreativem Ausdruck, das Kreatives Schreiben in der Lerntherapie, Bewegung und Bewegungsmangel im Zusammenhang mit Lernen und mit Verhaltensauffälligkeiten, Stärkung von Selbststeuerung und Sozialverhalten durch Bewegung/Bewegungsspiele
  • Kreatives Mind Mapping, Brain Gym
  • Interdisziplinärer Ansatz – Zusammenarbeit zwischen Eltern, Pädagogen und Therapeuten
  • Rolle des Therapeuten
  • Praktische Gestaltung lerntherapeutischer Settings

Methodik & Didaktik in der Ausbildung

In der Ausbildung wird durch Vortrag, Gruppenarbeit und Selbsterfahrung eine Wissens- und Erfahrungsbasis zu den modernen lerntherapeutischen Grundlagen, Lerntechniken und dem lerntherapeutischen Vorgehen geschaffen. Es werden unterschiedliche Verfahren aus den für die lerntherapeutische Arbeit wichtigen Richtungen einbezogen. Theorie und Praxis wechseln sich dabei ab, die Teilnehmer(innen) üben Elemente aus den unterschiedlichen Verfahren. Die Erfahrungen werden reflektiert, analysiert und auf ihre therapeutische Relevanz hin geprüft.

In den Ausbildungen werden Interventionsformen und Interventionsmöglichkeiten erprobt sowie erfahrungsrelevante Praxissettings integriert, die im Anschluss an das Erlebte reflektiert werden können. Dabei kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung.

Das MRE® Multisynästhetisches Relaxamentum Entspannungsverfahren ist ein bild- und tonunterstütztes synästhetisches Entspannungsverfahren (DVD / CD), welches für therapeutische und pädagogische Prozesse einsetzbar ist. Es wirkt auf verschiedenen Sinnesebenen und wurde von wissenschaftlichen Mitarbeitern für die praktische Arbeit entwickelt. Durch die Bilder und Töne sowie speziell dafür entwickelte Gehirnhemisphärensynchronisationsmusik wird ein Entspannungszustand induziert. Durch das Eintauchen in Welten aus Farben, Formen, Musik und Klang, Wörtern und Bildern entsteht eine auditive, visuelle, dynamische Erfahrung, die unterschiedliche Sinnesempfindungen anspricht.

Ziel dieses multisynästhetischen entspannungsinduzierenden Fähigkeitstrainings ist, die in der Ausbildung erlernten und erlebten Erfahrungen und Fähigkeiten zu stabilisieren und zu stärken. Bei unseren psychologischen Lernmethoden geht es darum, sowohl auf der Gefühlsebene wie auch auf der kognitiven Ebene die Inhalte vertiefen zu können.

Die gelernten Methoden werden von den Teilnehmer(inne)n umgesetzt und gemeinsam therapeutische Ansätze generiert. Die Ausbildung endet mit der Durchführung der von den Teilnehmer(inne)n selbst entwickelten therapeutischen Einzel- bzw. Gruppensettings. Einzel- und Gruppensitzungen werden im Rollenspiel mit erfahrenen Therapeut(inn)en und/oder Diplom-Psycholog(inn)en geübt und supervidiert. Gemeinsam werden die gelernten Verfahren zur Anwendung gebracht.

So melden Sie sich für eine unserer Ausbildungen an:

Im Formular unten wählen Sie den gewünschten Termin, geben Ihre persönlichen Daten und ggf. Bemerkungen ein und klicken dann auf "weiter zum nächsten Schritt".

Im nächsten Schritt können Sie Ihre Eingaben noch einmal überprüfen, bevor Sie die Anmeldung durch Klick auf den Button "Zahlungspflichtig anmelden" absenden. Hier haben Sie außerdem die Möglichkeit, einen Schritt zurück zu gehen, um jede Ihrer Eingaben über die üblichen Tastatur- und Mausfunktionen zu korrigieren. Der Anmeldevorgang ist nach Betätigung des Buttons "zahlungspflichtig anmelden" abgeschlossen. Eine Korrektur von Eingabefehlern ist ab dem Zeitpunkt der Betätigung dieses Buttons nicht mehr möglich. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine verbindliche Anmeldebestätigung (Vertragsschluss).

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Nr. 5028-K0: IEK Köln Ausbildungszentrum II Tor28, Machabäerstraße 28, 50668 Köln


EUR 3200,- (USt.-befreit)