Trauerbewältigungstherapeut / Trauerbewältigungspädagoge

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Trauerbewältigungstherapeut / Trauerbewältigungspädagoge 2018-06-14T13:16:00+00:00

Trauerbewältigungstherapeut / Trauerbewältigungspädagoge

Kursname:Trauerbewältigungstherapeut(in) / Trauerbewältigungspädagoge(-in)
Dauer:2 Wochen Intensiv
Termine:Termine folgen in Kürze
Gebühr:EUR 2100 (USt.-befreit)
Ort(e):
Zertifikat:Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden. Die mit dieser Ausbildung erworbene Zusatzqualifikation Autogenes Training entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterrichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes im Bereich übender und suggestiver Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt.
Voraussetzungen:Offenheit, Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zur Selbstreflexion, Bereitschaft zur Kreativität und zur Entwick lung eines positiven Selbstbildes
Sonstiges:Bitte Decke, warme Socken, evtl. Kissen mitbringen.
Kursbeschreibung als PDF:

Hintergrund

Für nicht wenige Menschen die mit dem Tod und dem Verlust eines geliebten Familienmitgliedes, des Partners oder eines Freundes konfrontiert werden, ist dies traumatisch und unerwartet schwer zu verarbeiten. Die gewohnte gesellschaftliche Verdrängung der Todesthematik und die aus dem Alltag ferngehaltene Trauer verursacht nicht nur Sprachlosigkeit, sondern kann mit dem Tod konfrontierte Menschen nachhaltig aus der Bahn werfen. Obwohl wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben, wissen wir doch wenig über die Gebräuche und Traditionen anderer Menschen im Umgang mit dem Tod. Verhaltensnormen, die in der einen Kultur selbstverständlich sind, können in anderen Ländern, Religionen oder Kulturen ein Tabubruch oder verletzend sein. Die IEK-Ausbildung zum Trauerbewältigungstherapeuten und -pädagogen informiert nicht zuletzt über unterschiedliche Traditionen der Trauer und öffnet Wege, als Therapeut und Pädagoge in diesen Kontexten arbeiten zu können, bei gleichzeitiger Wahrung der eigenen Authentizität.

 

Ziel

Die Ausbildung zum Trauerbewältigungstherapeuten und -pädagogen vermittelt den Teilnehmer / Innen Strategien, Beratungskompetenzen und therapeutische Interventionen um Menschen in Trauer oder nach dem unmittelbaren Eintreffen von Todesfällen zu begleiten, zu stabilisieren und zu unterstützen. Voraussetzung für die Arbeit als Trauerbewältigungstherapeut und -pädagoge ist eine gefestigte Selbsterkenntnis und Verwurzelung im eigenen Standpunkt zu Fragen des Todes und der Vergänglichkeit alles Lebendigen. Die Ausbildung richtet sich an Mitglieder jeglicher Konfessionen, wie auch an Konfessionslose oder Mitglieder alternativer Glaubensrichtungen, gleichsam wie an Atheisten oder Agnostiker. Ziel dieser Ausbildung ist es, die Teilnehmer / Innen zu qualifizieren, selbständig oder in einem Angestelltenverhältnis im Hospizbereich, im Bereich von Krankenhäusern, Beratungsstellen oder in der Sozialarbeit als Trauerbewältigungstherapeut oder -pädagoge tätig zu sein.

 

Aus dem Inhalt

  • Wie viel Zeit braucht Trauer?
  • Die verschiedenen Trauerphasen
  • Seelsorge historisch und in der aktuellen Zeit
  • Gesunde und pathologische Trauer
  • Heilsamer Umgang mit Erinnerungen
  • Wie gelingt es schöne Erinnerungen zu vertiefen und zu behalten und Trauer und Schmerz nach einem angemessenen Zeitraum zu überwinden?
  • Strategien und Therapieformen um Erinnerungen an leidende, sterbende Menschen zu verarbeiten: Was für therapeutische Interventionen können angeboten werden, wenn beim Betroffenen im Inneren häufig belastende Bilder vom Leiden und Sterben auftauchen?
  • Hospizarbeit mit Erwachsenen und Kindern
  • Trauerarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Konfessionen: Die Rolle von Religion und Glauben in der Trauerarbeit
  • Trauerarbeit mit Atheisten
  • Schock und Trauma durch unvorhergesehene Todesfälle
  • Die körperliche und emotionale Funktion des Weinens: Tränen und Heilung
  • Vom Trösten und Trost spenden
  • Trauer, Antriebslosigkeit und Depression
  • Das Lachen wiederfinden
  • Die verbindende Kraft von Trauer
  • Sinnvolle und unsinnige Gesellschaftliche Tabus
  • Beileidsbekundungen
  • Behandlung von Schuldkomplexen
  • Fragen zur Sterbehilfe
  • Tabus, Trauertraditionen und Rituale in unterschiedlichen Kulturen
  • Funktion der Klageweiber
  • Verschiedene kulturelle Traditionen im Umgang mit dem Leichnam
  • Totenfeste
  • Der Gang zum Friedhof
  • Die Gestaltung von Grab und Grabstein
  • Trauerarbeit und Gedenken ohne Grabstätten
  • Das Sprechen mit Verstorbenen
  • Die Tradition von Altären und Schreinen: Orte, zum Gedenken an Verstorbene und Orte, um sich Verstorbenen nahe zu fühlen
  • Erinnerungsstücke und Fotos in der Trauerarbeit
  • Selbsthilfegruppen
  • Emotionale Besetzung von Verstorbenen; nicht loslassen können
  • Heimkehr ins Licht: Die Impulse von Rhea Powers
  • Spirituelle und emotionale Reinigung von Räumen
  • Prophylaxe: Vorbereitungen bei voraussehbaren nahen Todesfällen
  • Trauerarbeit beim Tod eines Haustieres
  • Körperarbeit und Trauer, die Arbeit mit dem Kloß im Hals und anderen Symptomen
  • Naturheilverfahren und medikamentöse Behandlung bei trauerbedingter Depression und Schlaflosigkeit
  • Entspannungsverfahren: Den Geist beruhigen
  • Meditationstechniken und Techniken der Visualisierung in der Trauerarbeit
  • Autogenes Training Seminarleiterschein (32UE)
  • Visualisierung von Loslassen können, Liebe und Vertrauen
  • Visualisierung von Jenseitswelten, Engeln und geliebten Menschen
  • Impulse aus der Anthroposophie
  • Risiken und Potentiale spiritistischer Sitzungen
  • Schamanistische Verfahren
  • Das tibetanische Totenbuch
  • Kerzen, Räucherungen, Opfergaben
  • Grundprinzipien der „Leben zwischen den Leben Hypnosetherapie“
  • Trauerarbeit und Familienaufstellung
  • Grundbedingungen gesprächstherapeutischer Trauerarbeit
  • Kunsttherapeutische und Schreibtherapeutische Verarbeitungsmethoden
  • Der lachende Tod: Das therapeutische Potential des mexikanischen Totenfestes
  • Pietät, Spiel und Spaß; lachende Kinder und der Tod
  • Das Thema vertiefen, spielerisch gestalten, oder ablenken? Strategien der Trauerbewältigungspädagogik für unterschiedliche Altersstufen

 

Aus dem Methodenteil

In dieser Ausbildung zum Trauerbewältigungstherapeuten und -pädagogen wird den Teilnehmer / Innen in Vortrag und Präsentation der aktuelle Stand der psychologischen Forschung im Bereich der Trauerarbeit vermittelt. In Selbsterfahrung werden verschiedene Meditationsübungen und kunsttherapeutische Interventionen zu Trauerbewältigung erfahren und die Anleitung erprobt. Die Gruppe teilt die eigenen Glaubensinhalte und übt die therapeutische Haltung gegenüber unterschiedlichen spirituellen und esoterischen Weltbildern. Beratungen und therapeutische Sitzungen zur Trauerbewältigung werden in Gruppensettings durchgeführt und in der Gruppe reflektiert, sowie von erfahrenen Therapeut(inn)en supervidiert. Die Gruppe erlernt in Selbsterfahrung Techniken der Visualisierung zur Verwandlung belastender Bilder und zur Verankerung stärkender Vorstellungsinhalte so wie die Anleitung dieser Methoden. Je nach Ausbildungsdynamik können die inhaltlichen Punkte von den Ausbildern auf die jeweilige Ausbildungsgruppe angepasst oder durch andere ersetzt werden. Somit kann der jeweilige Ausbildungsverlauf von dieser Ausschreibung geringfügig abweichend sein.

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