Immigrations- und Integrationstherapeut / Flüchtlingshelfer

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Immigrations- und Integrationstherapeut / Flüchtlingshelfer 2016-01-18T01:56:53+00:00

Immigrations- und Integrationstherapeut / Flüchtlingshelfer

Kursname:Immigrations- und Integrationstherapeutin / Flüchtlingshelferin | Immigrations- und Integrationstherapeut / Flüchtlingshelfer
Dauer:1 Woche Intensivausbildung
Termine:Termine folgen in Kürze
Gebühr:EUR 1500 (USt.-befreit)
Ort(e):
Zertifikat:Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden.
Voraussetzungen:Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zur Selbstreflexion.
Kursbeschreibung als PDF:

Hintergrund

Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Fakt ist, dass es viele Regionen auf dieser Erde gibt, wo es den Menschen viel schlechter geht als hier. Kriege und Umweltkatastrophen erschüttern ihre Heimat. Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind schlecht, Armut, Hunger, Not, Verfolgung und Angst stehen auf der Tagesordnung. Könnten wir uns vorstellen, unter derart furchtbaren Bedingungen zu leben? Sicher nicht. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als verständlich, dass die Menschen aus diesen Regionen fliehen. Ein Teil von ihnen landet hier bei uns in Deutschland, wird in Unterkünften aufgefangen und mit dem Nötigsten versorgt. Essen, ein Dach über dem Kopf, Kleidung, medizinische Versorgung – alles, was zum Überleben notwendig ist, wird für die Flüchtlinge bereit gestellt. Doch wer kümmert sich um ihre Seele? Wer hilft ihnen, all das Leid, das sie gesehen und erlebt haben, zu verarbeiten? Vielleicht haben sie einen Teil ihrer Familie verloren oder mussten geliebte Menschen zurück lassen. Vielleicht haben sie mit angesehen, wie ihre Heimat zerstört wurde oder sie mussten erleben, wie sie und ihre Lieben wegen ihrer Meinung verfolgt wurden. Vielleicht haben sich auch um sie herum die Bedingungen so sehr zum Negativen hin verändert, dass es ihnen unmöglich wurde, ihre Familie zu versorgen. All dies bringt für diese Menschen ein für uns schier unvorstellbares Leid mit sich. Sie riskieren alles, sogar ihr Leben, um diesen Umständen zu entkommen. Auf ihrer Flucht begeben sie sich dann in weitere Gefahren: Werden sie die gefährlichen Wege zu Land oder Wasser heil überstehen? Werden sie verfolgt? Werden sie wieder zurück geschickt? Falls sie mit ihrer Familie unterwegs sind – werden alle zusammen heil in einem sicheren Land ankommen? Und dort angelangt – werden sie vor der Verfolgung durch tumbe Neider sicher sein oder werden abermals ihr Leib und ihr Leben bedroht? Immer noch mangelt es an Fachkräften, die den Flüchtlingen an dieser Stelle helfend zur Seite stehen.

 

Ziel

Diese Ausbildung richtet sich an jeden, der bereit ist, den hier ankommenden Flüchtlingen zu helfen. Als Immigrations- und Immigrationstherapeut / Flüchtlingshelfer bringen Sie eine ausgesprochen humanitäre und soziale Ader mit. Sie finden andere Kulturen interessant. Diese Ausbildung vermittelt Ihnen alle nötigen Fertigkeiten, die Migranten therapeutisch, pädagogisch und einfach ganz praktisch zu unterstützen. Sie lernen praktische Methoden, um den Flüchtlingen bei der Bewältigung ihrer teils traumatischen Erlebnisse beratend und helfend zur Seite zu stehen. Sie unterstützen sie dabei, wieder heile und ganze Menschen zu werden und ihr Vertrauen in die Welt und in andere Menschen zurück zu gewinnen. Darüber hinaus bilden Sie die Brücke zwischen unserer Kultur und der Kultur der Migranten. Sie lernen, die fremde Kultur besser zu verstehen und gewinnen dadurch einen neuen Blick auf die eigene Kultur. Sie sind Vermittler. Zu Ihren Aufgaben gehört es, Kulturen in den Dialog zu bringen, sodass sie einander auf Augenhöhe begegnen und sich ineinander verflechten können. Auf diese Weise tragen Sie u.a. dazu bei, das wirkliche Integration gelingen kann.

 

Aus dem Inhalt

  • Grundlagen der Kommunikationswissenschaft
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Vorurteile abbauen
  • Deutsch als Fremdsprache mit fachlichem Schwerpunkt „Therapeutische Maßnahmen“
  • Sprachliche Barrieren überwinden
  • Nonverbale Kommunikationstechniken
  • Grundlagen der Musiktherapie, Kunsttherapie und Mototherapie
  • Grundlagen der Stressbewältigungs- und Burnouttherapie
  • Entspannungstechniken: Autogenes Training Seminarleiterschein (32 UE)
  • Deeskalationstraining
  • Grundlagen der Traumatherapie mit Vertiefungsrichtung nonverbalem MRE Multisynästhetisches Relaxamentum Entspannungsverfahren
  • Trauma und Traumaarbeit
  • Trauerbewältigung
  • Oneirologie
  • Gestalttherapeutische Interventionstechniken
  • Kreative Psychotherapie
  • Konzentrative Bewegungstherapie
  • Tanztherapie
  • Resilienztherapie
  • Erste Hilfe und spezielle Sanitätsinterventionen
  • Schulung des Verständnisses für soziale Strukturen einer Gesellschaft: Multikulturalität, Interkulturalität, Transkulturalität
  • Transkulturelles Miteinander und Freizeitgestaltung: Sport und Spiel, Essen und Trinken, Feste etc.
  • Schulung integrativer Grundkompetenzen: Wie funktioniert der Alltag in Deutschland?
  • Deutsche Rechtsgrundlagen für Flüchtlinge
  • Arztbesuche und medizinische Absicherung, Behördengänge
  • Unterwegs mit Bus und Bahn
  • Geldtransferdienste und Kontoeröffnung
  • Zusammenarbeit mit Sozialämtern
  • Abschiebebescheide umsetzen
  • Patenschaften
  • Versicherungsfragen
  • Integration auf dem Arbeitsmarkt
  • Schule: Umgang mit Willkommensklassen
  • Spendenmanagement: Nahrung, Kleidung, Decken, Spielzeug etc.
  • Professioneller Umgang in Flüchtlingsheimen und Asylunterkünften
  • Einbettung der gelernten Methoden in den eigenen Bildungshintergrund
  • Anwendung von Equipment
  • Marketingkonzept, Rechtliches zum Therapeutenberuf

 

Methoden

Der Immigrationstherapeut bzw. Flüchtlingshelfer lernt eine breite Spanne von Methoden zur Unterstützung von Flüchtlingen kennen. Diese reichen von beratenden bzw. therapeutischen Maßnahmen über kommunikative Grundlagen bis hin zu ganz praktischen Mitteln der Alltagsbewältigung. Der Hintergrund ist immer ein integrativ-kommunikativer: Wenn die Flüchtlinge aus ihren Heimatländern hier ankommen, kann nicht davon ausgegangen werden, dass sie schon über Sprachkenntnisse des Deutschen verfügen. Sie werden die Sprache nach und nach oder gar nicht lernen. Für den Therapeuten und Helfer bedeutet dies, dass er zum Einen Sprachkenntnisse vermitteln muss, zum Anderen aber auch auf nonverbaler Ebene kommunizieren kann. Sämtliche therapeutischen Ansätze basieren auf der Kombination dieser beiden Kernpunkte. Den Schwerpunkt bilden hierbei nonverbale Therapieformen.

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